Motivation

Seit Langem habe ich den Traum, die Sahara auf eine „verrückte“ Art und Weise zu besuchen. Weil ich Abenteuer suche, kommt für mich eine gebuchte Reise nicht in Frage. Vor 2 Jahren habe ich nach einem schlimmen Krankheitsschub einen Fiat 500 Bj. 1969 zum Basteln erworben. Während der vielen Stunden, die ich mit diesem Fahrzeug verbrachte, kam einmal der Gedanke, damit in die Sahara zu fahren. Ich fand es erst selbst ziemlich verrückt. Doch mit der Zeit kamen immer neue Lösungsideen und nun gehe ich dieses Projekt an.

Eine weitere Motivation für diese Reise ist meine HIV-Erkrankung, mit der ich seit 1995 lebe. Die Zeit nach diesem Urteil war für mich lange mit Angst behaftet. Das dauernde Ausredensuchen nach irgendwelchen Erklärungsmodellen, warum es mir wieder schlecht geht, kostete mich unendlich viel Kraft. Die gefühlte Kälte, die ich durch den Schock der Diagnose und der folgenden Distanz zu meinem Körper erfuhr, ließen mich immer weiter in die Leblosigkeit gleiten.

Ich versteckte mich hinter einer Maske von Sorglosigkeit, mangelnder Verantwortung und Ignoranz meines eigenen Zustandes.

Heute habe ich neue Möglichkeiten gefunden, mit denen ich mich auf dieser Welt wieder sicherer und willkommener fühle. Und ich bin bereit, diese auch anderen Menschen zur Verfügung zu stellen.

Zeigen möchte ich, dass ich trotz körperlicher Einschränkung meine Träume verwirklichen kann. Träume sollte man sich nicht durch Krankheiten nehmen lassen, sondern nach Möglichkeiten suchen, diese doch zu realisieren.

Ich werde in jedem Land mehrere HIV-Stationen sowie Privatorganisationen aufsuchen, weil es mir wichitg ist, Menschen mit diesem Krankheitsbild Mut zu machen und mich mit ihnen auszutauschen. Durch Gespräche und Vorträge will ich zeigen, wie es möglich ist, Ängste und Zwänge, die uns festhalten abzulegen. Sich wieder frei und zielorientiert zu bewegen ist lebenswichtig, um sich zu spüren und sich wohlzufühlen in dieser Welt.

Ich hoffe damit Menschen Halt geben zu können, sie zur Selbstverwirklichung zu motivieren und somit einen kleinen Teil zu einer gesünderen Welt beitragen zu können.